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Schwabenstreich in Stetten


Pünktlich um 19 Uhr begann im Hof der Alten Schule in Stettens Dorfzentrum ein höllischer Lärm, verursacht von Wengerträtschen - darunter ein Erbstück, das so alt ist wie der Stuttgarter Hauptbahnhof - Vuvuzelas, Trillerpfeifen, selbstgebastelten Rasseln und einem zur Trommel umfunktionierten großen Ölfass. Nach einer Minute war der "Schwabenstreich", den die beiden Stuttgarter Künstler Walter Sittler und Volker Lösch vor 2 Wochen in Stuttgart ins Leben gerufen hatten, beendet.

Bei den "Schwabenstreichen" in der Hauptstadt versammeln sich jeden Abend Hunderte von Menschen, um gegen den geplanten Tiefbahnhof, bekanntgeworden unter dem Kürzel Stuttgart21, zu protestieren. Auf Einladung der Allmende wurde dieser Protest nun auch in die Provinz getragen, in das Remstaldorf Stetten, das auf eine lange Protesttradition zurückblicken kann.

40 GegnerInnen waren erschienen, von 7 bis 70 Jahren. So unterschiedlich wie ihr Alter und ihre Herkunft waren
auch die Motive ihrer Gegnerschaft gegen das Milliardenprojekt: die äußerst mangelhafte technische Planung, die enorme Verschwendung von Steuergeldern, die Ignoranz der Mächtigen, die sich mit dem gemeinen Protestvolk nicht auseinandersetzen wollen, der Schutz unseres Kulturerbes und der Parkbäume und die Kritik an der Verscherbelung von Volksvermögen zugunsten einer geplanten Privatisierung der Bahn.

Einig waren sich alle in der Forderung nach einem Moratorium (also einem vorläufigen Baustopp) und einem Volksentscheid über das Projekt. Und dass eine Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofes, kurz K21 genannt, die bessere Alternative wäre. Es wurde beschlossen, die Aktion am kommenden Freitag, 20.8., wieder um 19 Uhr im Schulhof, fortzusetzen.

Weitere Infos unter http://www.allmende-stetten.de.
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