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Keine Chance für eine Einigung?


Ein Kommentar von Agata und Tadeusz



In den letzten Tagen ist viel passiert.

Projektsprecher Drexler (SPD) ist zurückgetreten, seinen Job übernahmen der ehem. Regierungspräsident Udo Andriof (CDU) und Unternehmer Wolfgang Dietrich.
Statt eines Kommentars dazu zitieren wir einen Satz von Wolfgang Dietrich zum Thema, worauf sich die Bürger freuen können:
Auf 100 Hektar wunderschöne Landschaft im Vergleich zu einer Gegend, die für mich bisher schändlich vernachlässigt wurde: das Gleisfeld vom Hauptbahnhof bis Cannstatt.

Die Befürworter von S-21 wiederholen mantramäßig ihre bekannten Pauschalaussagen von Jahrhundertchance, Abhängen, Legitimität, Stadtentwicklung und geben höchstens einen Fehler zu, nämlich die Bürger zu wenig informiert zu haben. Während aber immer mehr Menschen sich im Internet, bei Vorträgen von Bahnexperten und in persönlichen Gesprächen informieren und danach den Protesten anschließen, warten wir immer noch vergeblich auf die "besseren Argumente" der S-21-Befürworter, die uns vom Gegenteil überzeugen könnten.

Stattdessen kommt das Gefühl auf, die S-21-Bauer, die mit der Unterstützung der Landes- und Bundesregierung und mit allen nötigen Beschlüssen und Verträgen am längeren Hebel sitzen, sind an einer Einigung gar nicht interessiert und spielen auf Zeit:
Somit steht fest:
Ich wiederhole hier noch Mal:
Wir sind nicht gegen Bahnhöfe und Schienen allgemein, nicht gegen Infrastruktur, nicht gegen Zukunft, Arbeitsplätze und Parkerweiterungen. Im Gegenteil, all das liegt uns auch am Herzen, nur glauben wir nicht, dass das Projekt S-21 geeignet ist, diese Ziele zu erreichen.

Wir haben Argumente. Mit ihnen versuchen wir seit 15 Jahren zu überzeugen, dass S-21 der falsche Weg ist, den Bahnknoten zu modernisieren. Uns vorzuwerfen, dass wir Wahlkampf für die Grünen machen, ist daher lächerlich. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die CDU knüpft ihr politisches Überleben an diese Baugrube, und weicht sachlicher Diskussion aus, um mit Grünenbeschimpfungen zu brillieren, wie es schon früher Franz-Josef Strauß machte, um gegen die Bevölkerung Großprojekte durchzusetzen.
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