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Egon Hopfenzitz an Nils Schmid:

Sehr geehrter Herr Dr. Nils Schmid

Vor einigen Tagen habe ich Ihnen einen Brief mit der Anfrage geschrieben, warum Sie mit so großem Nachdruck den Abbruch des leistungsfähigen denkmalgeschützten Kopfbahnhofs und den Bau eines unzulänglichen nicht mehr zukunftsfähigen Tiefbahnhof/Vorortbahnhof mit nur 8 Gleisen befürworten. Ich habe mich gefreut, eine persönliche Antwort von Ihnen zu erhalten und bewerte dies als einen begrüßenswerten neuen Regierungsstil. Als Begründung Ihrer Befürwortung des Tiefbahnhofs haben Sie leider nur auf das SPD-Parteiprogramm verweisen. Dies ist  zwar als Hinweis, jedoch nicht als Begründung zu werten.

Ich erneuere daher meine Anfrage an Sie warum Sie in Persona für ein Immobilienprojekt eintreten, das für 4,5 Mrd. € einen leistungsschwachen und nicht mehr erweiterungsfähigen, für Zuganschlüsse untauglichen und nicht barrierefreien Kellerbahnhof eintreten. So wurde in der Schlichtung ein Fahrplan vorgelegt der den ICE nach Köln z.B. 2 Minuten vor der Ankunft eines Regionalexpresses aus Ulm über den Flughafen aus Gleismangel abfahren läßt. Und dies bleibt kein Einzelfall.

Warum vertreten Sie als Parteivorsitzender nicht die Interessen der Bahnfahrer sondern die der Immobilienspekulanten und der Groß-Bauunternehmer wie z.B. der Fa. Herrenknecht. Gibt es hier unbekannte Verbindungen oder stehen Sie persönlich unter dem Druck der Herren Drexler und Schmiedel?

Auch eine eingehende Begründung auf diese Anfrage würde ich als neuen Regierungsstil betrachten.

Mit freundlichen Grüßen
Egon Hopfenzitz

Nils Schmid an Egon Hopfenzitz:


Sehr geehrter Herr Hopfenzitz,

ich vertrete als Parteivorsitzender die Meinung meiner Partei, also der Mitglieder der SPD Baden-Württemberg: die positive Haltung der SPD beruht auf demokratischen Parteitagsbeschlüssen. Ich vertrete nicht die Interessen einer Fa. Herrenknecht, von der im Übrigen die Landespartei nie eine Spende erhalten hat, sondern halte mich an Beschlüsse, die in den letzten Jahren immer wieder bestätigt wurden. Und ich stehe drittens nicht unter dem Druck meiner Parteigenossen Claus Schmiedel und Wolfgang Drexler.

Mit freundlichen Grüßen
Nils Schmid

Mittwoch, 27. April 2011 09:20

(Anm. d. Webmasters: 2009 hat die SPD von Martin Herrenknecht eine Spende von 30000 Euro erhalten, wobei aber nicht bekannt ist, ob die Spende auf das Konto der Landes-SPD oder ein anderes SPD-Konto ging. Siehe Seite 114 des Rechenschaftsberichts der Parteien an den Bundestag für das Jahr 2009)



Weitere, sehr informative Briefe vom ehemaligem Bahnhofsvorsteher Egon Hopfenzitz findet man im Blog von Siegfried Busch.
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